Wie alles begann…

IG Ortsvereine Soller e.V.

Die altehrwürdige Soller Schule, in der viele Generationen Soller Jungen und Mädchen ABC und Einmaleins erlernt- manche auch erlitten- hatten wurde nach der Neuordnung des Schulwesens Ende der 60-er Jahre nicht mehr als Schule genutzt.

Die obere Etage wurde daher zu einer Mietwohnung umgebaut, die untere dem Dorf zur Verfügung gestellt. Größter Nutznießer war der Pfarrgemeinderat, der unter der Leitung und dem engagierten Einsatz von Frau Elisabeth Meißeler mit einfachen Mitteln gemütlich hergerichtet wurde und für Nikolaus- und Martinsfeiern, für Pfarrfeste und als Altenstube genutzt wurde. Während der Renovierung der Kirche fanden auch hier die Gottesdienste statt. Musikverein und Tanzgruppen der KG nutzten ihn als Übungsraum, die FW Feuerwehr für theoretischen Unterricht.

Die Situation änderte sich 1992, als bedingt durch die kriegerischen Auseinandersetzungen, die durch den Zerfall des ehemaligen Jugoslawien ausgelöst wurden, die Zahl der Kriegsflüchtlinge so stark zugenommen hatten, dass die Gemeinden Probleme hatten, die Flüchtlinge unterzubringen. Gerüchte gingen durchs Dorf, die Schule soll verkauft werden oder mit Flüchtlingen belegt werden, was für die Nutzer zu einem großen Problem werden könnte.

Um eine Fremdnutzung der Schule zu verhindern, schlug der damalige Gemeindedirektor Karl Linder den ortsansässigen Ratsvertretern Willi Kley und Anton Stegh vor, einen Verein zur Nutzung der Schule zu gründen.

01_Logo Soller

Nach Sondierungsgesprächen der Ratsvertreter mit den Ortsvereinen kam es auf Einladung des Ortsvorstehers Willi Kley zur Gründungsversammlung.

Die Vertreter des SV Soller, der KG Soller Spätzünder, der Musikkapelle, der FW Feuerwehr und Vertreter der Kirchengemeinde haben dann einstimmig die Satzung des Vereins beschlossen, der sich den Namen IG (Interessengemeinschaft) Ortsvereine Soller gab.

Die Versammlung wählte dann einstimmig den geschäftsführenden Vorstand:

  1. Vorsitzender: Anton Stegh Geschäftsführer: Werner Harperscheidt
  2. Vorsitzender: Willi Kley Kassierer:      Hans Peter Koch

Der Vorstand wurde dann auf Vorschlag des Vorsitzenden erweitert auf Franz Bille vom SV Soller, Heinz Vostell KG Soller Spätzünder und Arno Botz als Vertreter der Kirchengemeinde. Der Vorsitzende hoffte so, die Zusammenarbeit der Dorfvereine zu verbessern, besonders mit Blick auf die Terminierung der Vereinsfeste.

Auf den neu gewählten Vorstand wartete eine Fülle von Aufgaben. Da galt es zunächst ein Konzept zur Finanzierung zu finden, einen Nutzungsvertrag mit der Gemeinde abzuschließen, eine Hausordnung zu erstellen, Mietverträge für die Nutzer und eine Entgeltordnung mussten erarbeitet werden, eine Anerkennung als gemeinnütziger Verein beantragt werden.

Die Absicht des Vereins, die ehemalige Schule als gute Stube für Soller zu erhalten und auszubauen, stieß bei der Bevölkerung auf breite Zustimmung.

Der Verein war gegründet, hatte sich positioniert, nun konnte die Arbeit beginnen.